ESC-Veranstalter droht der Ukraine und Russland mit Sanktionen

ESC-Veranstalter droht der Ukraine und Russland mit Sanktionen
ESC-Veranstalter droht der Ukraine und Russland mit Sanktionen
Die Europäische Rundfunkunion (EBU) erwägt mögliche Einführung von Sanktionen gegen die Ukraine und Russland. Grund dafür sei, dass die beiden Länder die Grundwerte des Eurovision-Wettbewerbs verletzt hätten. Das teilte der Vorsitzende der ESC-Reference Group der EBU, Frank-Dieter Freiling, gegenüber heute.de mit.

Im Fall der Ukraine löste vor allem der Einreiseverbot für die russische Sängerin Julia Samoylova große Bedenken aus. "Aus ukrainischer Sicht ist die Gesetzeslage eindeutig, aber aus EBU-Sicht ist es dennoch ein Verstoß gegen die Statuten", sagte Freiling, indem er an die Pflicht jedes Gastgeberlandes mahnte, alle Gäste der EBU sowie des ESC willkommen zu heißen. "Insofern ist das ein Verstoß gegen die Statuten, der sanktioniert werden muss", so der Chef des ESC-Organisationsausschusses.

Was Russland anbetrifft, so geriet das Land ebenso in scharfe Kritik des Veranstalters. Die Russen hätten gegen die Statuten verstoßen, weil sie "an verschiedenen verpflichtenden Sitzungen im Vorfeld in Kiew nicht teilgenommen haben". "Wird es Sanktionen geben gegen die Ukraine und Russland? Ja, die muss es geben, weil es einen Bruch der Statuten gibt", schlussfolgerte Freiling. Nächste Woche soll die EBU über den Umfang der Sanktionen beraten.

Teilnehmerin des Volksfestes