Studium in Baden-Württemberg wird für Nicht-Europäer kostenpflichtig

Studium in Baden-Württemberg wird für Nicht-Europäer kostenpflichtig
Studium in Baden-Württemberg wird kostenpflichtig für Nicht-Europäer
Studenten aus Nicht-EU-Ländern müssen im südwestdeutschen Bundesland Baden-Württemberg künftig Gebühren zahlen. Ein entsprechendes Gesetz beschloss der Landtag in Stuttgart am Mittwoch. Vom Wintersemester 2017/18 an werden somit 1.500 Euro pro Semester fällig. Es gibt aber Ausnahmen, etwa für Studierende aus ärmeren Regionen.

Die Zahl der internationalen Studenten beträgt derzeit etwa gut 20.000. Diese haben aber "Bestandsschutz" und sind von der Neuregelung ausgenommen. Auch ein Zweitstudium wird kostenpflichtig. Zu zahlen sind 650 Euro pro Semester, aber nur, wenn für das jeweilige Studium kein Erststudium erforderlich ist.

ARCHIVBILD: Schüler und Studenten demonstrierten am Donnerstag, dem 11. Oktober 2001 in der Wiener Innenstadt unter dem Motto

Baden-Württemberg ist das erste deutsche Bundesland, in dem Studenten aus Nicht-EU-Ländern für ihr Studium zahlen müssen.

Die Landesrektoren begrüßen die Einführung von Studiengebühren. Ein gebührenpflichtiges Studium sei weltweit die Regel und behindere die Internationalisierung der Hochschulen nicht. Die Bildungsgewerkschaft GEW hingegen kritisierte die "Hochschul-Maut" als beschämend für das Land. (dpa)