NSA hat 2016 etwa 151 Millionen Telefongespräche abgehört

NSA hat 2016 etwa 151 Millionen Telefongespräche abgehört
NSA hat 2016 etwa 151 Millionen Telefongespräche abgehört
Die US-amerikanische National Security Agency (NSA) hat in ihrem Bericht bekanntgegeben, dass sie im Jahr 2016 ungefähr 151 Millionen Anrufen der Amerikaner mitgehört hatte. Darunter befanden sich in dieser Zeitperiode 42 Terrorverdächtige im Visier des Geheimdienstes. Die Zahl der US-Bürger, gegen die sich die Aufklärungsaktivitäten richteten, nennt der Bericht nicht.

Am Tag zuvor wurde bekannt, dass die NSA die Ausspähung von Amerikanern einschränkt. Betroffen sei die digitale Kommunikation von US-Bürgern, in der ausländische Geheimdienstziele erwähnt würden, gab die Behörde bekannt. Bisher konnte der US-Geheimdienst solche Botschaften ohne richterlichen Beschluss überwachen, berichtete Reuters. Künftig dürfe nur noch die Kommunikation ausgewertet werden, die von oder zu einem ausländischen Spähziel gesandt werde, verlautete aus der Behörde.

Die Entscheidung ist eine der weitreichendsten der vergangenen Jahre und ein unerwarteter Sieg für Datenschützer. Diese hatten lange beklagt, dass mit dem Spähprogramm aus technischen Gründen auch E-Mails oder SMS-Nachrichten zwischen Amerikanern überwacht werden. Diese Art der Kommunikation ist allerdings durch die Verfassung geschützt. Die Aktivitäten der NSA sorgen seit den Enthüllungen des früheren Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden weltweit für Aufregung.

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