Ohio schiebt wegen Bedenken gegen Todesdroge neun Hinrichtungen auf

Ohio schiebt wegen Bedenken gegen Todesdroge neun Hinrichtungen auf
Ohio schiebt wegen Bedenken gegen Todesdroge neun Hinrichtungen auf
Wegen wachsender Bedenken gegen die Todesdroge Midazolam hat der US-Bundesstaat Ohio neun geplante Hinrichtungen verschoben, berichtet dpa. Gouverneur John Kasich wolle eine Entscheidung eines Bundesgerichts abwarten, ob dem Bundesstaat der Einsatz des Wirkstoffes erlaubt sei, meldete der US-Sender NBC am Montag. Nach Angaben des Fernsehkanals WKSU soll eine für kommende Woche angesetzte Hinrichtung nun erst Ende Juli durchgeführt werden, die weiteren von September an.

Midazolam ist Teil des bei vielen Hinrichtungen in den USA verwendeten Giftcocktails. Der umstrittene Wirkstoff wird für Komplikationen verantwortlich. In Ohio war die Todesstrafe zum letzten Mal vor drei Jahren vollstreckt worden. Damals dauerte es 25 Minuten, bis der Tod des Verurteilten eintrat und Ohio nahm Midazolam aus dem Giftcocktail. Weil kein passender Ersatz gefunden wurde, wollte der Staat die Substanz wieder einsetzen. Ein Gericht stoppte dies jedoch im Januar.

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