Kontrollen der internationalen Geldgeber in Athen dauern an

Kontrollen der internationalen Geldgeber in Athen dauern an
Kontrollen der internationalen Geldgeber dauern in Athen an
Die intensiven Kontrollen des griechischen Reform- und Sparprogramms durch die Geldgeber dauern an. "Es gibt noch einige wichtige offene Themen", zitiert die Deutsche Presse-Agentur einen ranghohen Funktionär des Finanzministeriums, der namentlich nicht genannt werden will. Im Mittelpunkt stünden Privatisierungen, Reformen im Bereich des Arbeitsrechts, Rentenkürzungen sowie faule Kredite von mehr als 100 Milliarden Euro.

Die Experten der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB), des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) werden voraussichtlich bis zur Wochenmitte in Athen bleiben. Erst nach einer erfolgreichen Überprüfung kann weiteres Geld aus dem bis zu 86 Milliarden Euro schweren Hilfspaket ausgezahlt werden. Dies ist auch Voraussetzung für eventuelle Schuldenerleichterungen, auf die Athen seit langem dringt. "Wenn die griechische Regierung alle Vereinbarungen einhält, könnten die Euro-Finanzminister am 22. Mai die Überprüfung abschließen und danach zeitnah die nächste Rate freigeben", sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Sonntag. Zugleich warnte der CDU-Politiker: "Je länger das dauert, desto mehr werden Märkte und Wirtschaft verunsichert." Griechenland mache zwar Fortschritte, die Regierung habe aber noch nicht alle Vereinbarungen erfüllt.

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