Recep Tayyip Erdoğan kritisiert US-Unterstützung für kurdische Milizen in Syrien

Recep Tayyip Erdoğan kritisiert US-Unterstützung für kurdische Milizen in Syrien
Recep Tayyip Erdoğan kritisiert US-Unterstützung für kurdische Milizen in Syrien
Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hat die Unterstützung der USA für kurdische Kämpfer im Bürgerkriegsland Syrien erneut kritisiert. Unter anderem hätten gemeinsame Patrouillen von US-Soldaten mit kurdischen Milizen die Türkei "ernsthaft betrübt", sagte der Politiker auf die Frage von Journalisten am Sonntag. Das Thema werde er bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Mai ansprechen, sagte Erdoğan weiter.

US-Soldaten patrouillieren im Norden Syriens gemeinsam mit Verbündeten der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), zu denen die kurdische Miliz YPG gehört. Ankara sieht in der YPG einen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und bekämpft sie deshalb. Für den Westen sind die kurdischen Milizen jedoch ein wichtiger Partner im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat". Der YPG führt eine Offensive auf die IS-Hochburg Al-Rakka an und kontrolliert im Norden Syriens große Teile der Grenze zur Türkei, berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Die Türkei betrachtet die enge Zusammenarbeit zwischen den USA und den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) als Akt der eklatanten Missachtung eines NATO-Partners.