EU-Gipfel beschließt Leitlinien für Brexit-Verhandlungen

EU-Gipfel beschließt Leitlinien für Brexit-Verhandlungen
EU-Ratspräsident Donald Tusk ruft 27 restliche Mitgliedsstaaten zur Einheit auf
Die 27 EU-Staaten haben am Samstag die Leitlinien für die Austrittsverhandlungen mit Großbritannien beschlossen. Man habe ein "entschiedenes und faires" Mandat beschlossen, twitterte EU-Ratspräsident Donald Tusk während eines EU-Gipfels in Brüssel. Damit ist der Weg für die EU-Kommission frei, eine ausführliche Verhandlungslinie mit der britischen Regierung auszuarbeiten. Die eigentlichen Verhandlungen sollen aber erst nach den britischen Unterhauswahlen am 8. Juni beginnen, berichtet Reuters.

Zuvor hatte der EU-Ratspräsident die restlichen 27 Staaten der Europäischen Union zur Einheit bei den Austrittsverhandlungen mit Großbritannien aufgerufen. Die EU werde die Verhandlungen nur erfolgreich führen und zu Ende bringen können, wenn sie einig auftrete, sagte der Politiker am Samstag. Die EU sei zwar an "engen und starken Beziehungen" zu Großbritannien interessiert. Vorher müsse man aber die vergangenen Probleme ausräumen. Donald Tusk zeigte sich zuversichtlich, dass die restlichen 27 EU-Staaten ihre Einheit auch in Zukunft bewahren würden. Der Austritt Großbritanniens soll 2019 vollzogen werden.

Das Hauptquartier der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt, angestrahlt mit einem großen Euro-Zeichen, Frankfurt, 12. März 2016.

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