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Russland bittet Interpol um Hilfe bei Fahndung nach ukrainischem Ex-Regierungschef Arseni Jazenjuk

Russland bittet Interpol um Hilfe bei Fahndung nach ukrainischem Ex-Regierungschef Arseni Jazenjuk
Russland bittet Interpol um Hilfe bei Fahndung nach ukrainischem Ex-Regierungschef Arseni Jazenjuk. Auf dem Bild: Arseni Jazenjuk besucht ein Schießplatz im Gebiet Lwow. 21.10.2014
Russlands Ermittlungskomitee verfügt nach eigenen Angaben über Beweise dafür, dass der ukrainische Ex-Ministerpräsident Arseni Jazenjuk zwischen 1994 und 1995 an Kriegshandlungen in Tschetschenien teilgenommen hat. Demnach soll der Politiker mindestens bei zwei Gefechten in Grosny gegen russische Truppen gekämpft sowie an Folter und Hinrichtung von Gefangenen teilgenommen haben. Am Freitag hat die russische Staatsanwaltschaft die Interpol um Hilfe bei der Fahndung nach Arseni Jazenjuk gebeten.

"Das Ermittlungskomitee Russlands hat vor, darauf hinzuarbeiten, dass Jazenjuk zur Verantwortung nach dem russischen Recht gezogen wird. Zu diesem Zweck wird man alle rechtlichen Möglichkeiten nutzen, die das Völkerrecht vorsieht", teilte die Behördensprecherin Swetlana Petrenko am Samstag mit. Inzwischen schrieb der ukrainische Innenminister Arseni Awakow einen Brief an den Chef des ukrainischen Interpol-Büros, wo er die Ermittlungen gegen Arseni Jazenjuk als politisch motiviert bezeichnete, berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Zuvor hatte ein Gericht im russischen Jessentuki den früheren Regierungschef in Abwesenheit verhaften lassen. Am 21. Februar war der Politiker zur internationalen Fahndung ausgeschrieben worden.

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