Syrien wirft Frankreich "Lügenkampagne" um mutmaßlichen Giftgasangriff vor

Syrien wirft Frankreich "Lügenkampagne" um mutmaßlichen Giftgasangriff vor
Syrien wirft Frankreich "Lügenkampagne" um mutmaßlichen Giftgasangriff vor
Syriens Regierung hat den Vorwurf Frankreichs zurückgewiesen, wonach sie für den mutmaßlichen Giftgasangriff auf die Stadt Khan Scheichun verantwortlich sei. Syrien verurteile die "Täuschungs- und Lügenkampagne" und die "konstruierten Beschuldigungen", erklärte das Außenministerium in Damaskus am Donnerstag. Die Vorwürfe zeigten, dass Frankreich in das "Verbrechen" verstrickt sei.

Frankreich hatte Syrien am Mittwoch in einem Geheimdienstbericht für den mutmaßlichen Giftgasangriff am 4. April mit mehr als 80 Toten verantwortlich gemacht, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Französische Experten hätten in Proben vom Angriffsort das Nervengas Sarin nachgewiesen, das "die Signatur des Regimes" trage, erklärte Außenminister Jean-Marc Ayrault. Russland forderte die internationale Gemeinschaft auf, an den Unglücksort internationale Experten zu schicken, um den angeblichen chemischen Angriff zu untersuchen. Die Blockade dieses Vorschlags ziele darauf ab, den Regimewechsel in Syrien voranzutreiben und die Wahrheit zu vertuschen, erklärte Russlands Außenminister Sergei Lawrow.

Bei dem Zwischenfall am 4. April in Chan Chaichun, Syrien, kamen 86 Menschen um. Weitere wurden verletzt.