Südafrikanisches Gericht erklärt Abkommen mit Russland über AKW-Bau für illegal

Südafrikanisches Gericht erklärt Abkommen mit Russland über AKW-Bau für illegal
Südafrikanisches Gericht erklärt Abkommen mit Russland über AKW-Bau für illegal. Auf dem Bild: Das einzige südafrikanische AKW Koeberg
Der Oberste Gerichtshof Südafrikas hat ein bilaterales Abkommen zwischen der Föderalen Agentur für Atomenergie Russlands (Rosatom) und dem Energieministerium des Landes für illegal und nichtig erklärt. Das im Jahr 2014 unterzeichnete Dokument sah neben einer strategischen Partnerschaft auch die Errichtung von acht Atommeilern vor. Die südafrikanische Opposition hatte das Abkommen scharf kritisiert, berichtet TASS. Ob die Regierung in Berufung gehen wird, wurde nicht bekanntgegeben.

Das Urteil wurde vor dem Hintergrund einer Ausschreibung zur Errichtung eines AKW verkündet. An dem Projekt möchten sich neben dem russischen Staatskonzern Rosatom auch die chinesische Staatsfirma State Nuclear Power Technology, die französische EDF und die südkoreanische KEPCO beteiligen. Zurzeit funktioniert in Südafrika nur ein Kernkraftwerk, das aus zwei Meilern mit einer Kapazität von jeweils 930 Megawatt besteht und von dem südafrikanischen Staatsunternehmen Eskom betrieben wird. Die Regierung hat im Jahr 2010 beschlossen, neue Meiler mit einer Gesamtkapazität von 9.600 Megawatt zu errichten.

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