Russland startet Stromlieferungen ins ukrainische Gebiet Lugansk

Russland startet Stromlieferungen ins ukrainische Gebiet Lugansk
Russland startet Stromlieferungen ins ukrainische Gebiet Lugansk (Symbolbild)
Nachdem die Behörden in Kiew die Elektrizitätsversorgung des ostukrainischen Gebiets Lugansk wegen ausstehender Zahlungen eingestellt haben, liefert nun Russland Strom in die Krisenregion. Moskau tue das aus humanitären Gründen, erklärte der bevollmächtigte Vertreter Russlands in der Kontaktgruppe zur Lösung des Donbass-Konfliktes, Boris Gryslow, berichtet die Nachrichtenagentur Interfax. Ihm zufolge stoße Kiew mit seinen Handlungen die Donbass-Region tatsächlich von sich ab.

"Ich möchte hervorheben, dass die Donbass-Bewohner infolge der bewussten Wirtschaftsblockade vonseiten der Ukraine schlechthin keine Möglichkeit haben, ihre Stromrechnungen zu begleichen", sagte Boris Gryslow. Die Frage werde bei der Sitzung der Kontaktgruppe am Mittwoch zur Sprache kommen. "Wie kann man aber von Minsk oder Lugansk aus absichtliche, politisch motivierte und den Minsker Abkommen widersprechende Schritte bekämpfen, wenn die ukrainische Seite nicht bereit ist, in den Donbass-Einwohner gleichberechtigte Bürger der Ukraine zu sehen?", fragte der bevollmächtigte Vertreter Russlands in der Kontaktgruppe zur Lösung des Donbass-Konfliktes.

OSZE-Fahrzeuge vor einer Kohlemine in der Nähe des Flughafens von Donezk

In der Nacht zum 25. April hatte das staatliche ukrainische Energieunternehmen Ukrenergo die Energieversorgung der von Kiew nicht kontrollierten Territorien im Gebiet Lugansk gekappt. Die Bevölkerung und die Betriebe in der selbsterklärten Republik waren vollständig ohne Elektrizität geblieben.

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