Trump fordert UN zu neuen Nordkorea-Sanktionen auf

Trump fordert UN zu neuen Nordkorea-Sanktionen auf
Die Matrjoschkas mit Darstellungen von US-Präsidenten Barack Obama und Donald Trump in einem Moskauer Souvenirladen.
Im Streit über das Raketen- und Atomprogramm Nordkoreas verlangt US-Präsident Donald Trump von den Vereinten Nationen weitere Strafmaßnahmen gegen das abgeschottete Land. Der Sicherheitsrat müsse zur Verhängung schärferer Sanktionen bereit sein, sagte Trump am Montag bei einem Treffen mit Diplomaten aus Staaten mit Sitz in dem UN-Gremium.

Nordkorea ist ein großes Weltproblem, und es ist ein Problem, das wir letztlich lösen müssen, sagte amerikanischer Präsident.

Kurz zuvor hatte Trump die Führung in Pjöngjang als "kriegslustig" kritisiert. Dem Präsidialamt in Washington zufolge erörterte er in einem Telefonat mit Kanzlerin Angela Merkel "drängende Sicherheitsprobleme", die von dem Land ausgingen.

Trump sagte vor den Diplomaten, man habe jahrzehntelang die Augen vor dem Problem verschlossen, das gelöst werden müsse. Er will nach eigenen Worten verhindern, dass Nordkorea zu einem Atomangriff auf die USA in der Lage ist und hat auch einen Militärschlag nicht ausgeschlossen.

Trump hat sich seit längerem auf die Fahnen geschrieben, gegen das nordkoreanische Atomprogramm entschlossener als seine Vorgänger vorzugehen. Am Mittwoch werden nach Informationen aus dem US-Senat alle 100 Vertreter des Gremiums zu einem Nordkorea-Briefing diverser Minister im Weißen Haus erwartet, was ungewöhnlich ist. In den kommenden Tagen soll der US-Flugzeugträger "Carl Vinson" vor der Küste Koreas ankommen.

In nordkoreanischen Staatsmedien wurden die USA vor einem "Amoklauf" gewarnt. "Auf Aggressoren warten nur Leichen und Tod", hieß es in einem Kommentar der staatlichen Zeitung "Rodong Sinmun".

(reuters)