Türkischer Innenminister Soylu: Mai-Kundgebung auf Taksim-Platz verboten

Türkischer Innenminister Soylu: Mai-Kundgebung auf Taksim-Platz verboten
Maikundgebung in Istanbul im Jahre 2015
Am Tag der Arbeit, dem 1. Mai, werden auf dem zentralen Taksim-Platz in Istanbul keine Massenkundgebungen stattfinden. Das entsprechende Verbot, das noch der Gouverneur bestätigen muss, hat der türkische Innenminister Süleyman Soylu laut dem Sender CNN Türk angekündigt. Somit ist mit Ausschreitungen wie im Vorjahr zu rechnen, als regierungskritische Organisationen und Gewerkschaften trotz Verbots versucht hatten, auf den Taksim-Platz vorzudringen.

Vor zwei Jahren brachen am 1. Mai Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei aus, nachdem Demonstranten der Kommunistischen Partei der Türkei versucht hatten, den Taksim-Platz zu erreichen. Die Regierung hatte zuvor ebenso verboten, dort Mai-Kundgebungen abzuhalten. Rund 140 Personen wurden in der Nähe des Taksim-Platzes festgenommen. Außerdem setzte die Polizei Gummigeschosse, Wasserwerfer und Tränengas gegen Demonstranten ein.

Erdogan-Anhänger feiern nach dem vereitelten Putschversuch in Istanbul.

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