Südkorea verstärkt seine Defensive durch neu entwickeltes mobiles Radarsystem

Südkorea verstärkt seine Defensive durch neu entwickeltes mobiles Radarsystem
Grenze zwischen Nord- und Südkorea.
Südkorea hat das neue mobile Radarsystem erfolgreich getestet, gab die Waffenkontrollbehörde am Montag bekannt. Die Anlage kann die Orte bestimmen, wo sich der Artillerieschutz Nordkoreas befindet, und soll die Fernkampfartillerie des Nachbarlandes außer Gefecht setzen. Das Radarsystem soll im Jahr 2018 in Betrieb genommen werden.

Anfang März sind in Südkorea Teile des THAAD-Raketenabwehrsystems eingetroffen. Erfolgreiche Raketentests des nordkoreanischen Regimes beschleunigten den Entschluss, die Abwehrvorrichtungen auf südkoreanischem Boden aufzustellen. Das Raketenabwehrsystem soll die Möglichkeiten Seouls und Washingtons verstärken, nordkoreanische Raketen abzuwehren.

Das THAAD-System bekämpft die feindliche Rakete mittels einer eigenen Abfangrakete. Es ortet den Angriff durch einen Radar. Das Potenzial des Militärgeräts für das Abfangen von Langstreckenraketen ist jedoch begrenzt. Pjöngjang gab bekannt, dass der Raketenabschuss von Militärübungen begleitet wurde, die US-Stützpunkte in Japan anvisierten. Aus Furcht vor einem tatsächlichen Angriff erhöhte auch Japan die Alarmbereitschaft.