Haftbefehl gegen mutmaßlichen BVB-Attentäter erlassen

Haftbefehl gegen mutmaßlichen BVB-Attentäter erlassen
Polizei während der forensischen Rekonstruktion zum Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus am 11. April 2017.
Gegen den festgenommenen 28-Jährigen, der den Sprengstoffanschlag auf die Fußball-Mannschaft von Borussia Dortmund verübt haben soll, ist Haftbefehl erlassen worden. Der Mann sei dringend tatverdächtig, teilte die Bundesanwaltschaft am Freitagabend in Karlsruhe mit. Sergej W. wird versuchter Mord, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Vor zehn Tagen, am Dienstag vergangener Woche, waren vor dem Champions-League-Spiel der Dortmunder gegen den AS Monaco drei Sprengsätze nahe dem Mannschaftsbus explodiert, die in einem Busch versteckt waren. Dabei war der Abwehrspieler Marc Bartra schwer verletzt worden. Ein Polizist hatte ein Knalltrauma erlitten.

Sergej W. war am Freitagmorgen im Raum Tübingen in Baden-Württemberg festgenommen worden. Der 28-Jährige soll den Anschlag verübt haben, um den Aktienkurs von Borussia Dortmund zum Absturz zu bringen. Er hatte demnach einen Kredit aufgenommen und an der Börse auf den Kursverlust gesetzt. Sein Gewinn wäre umso größer ausgefallen, je tiefer der Kurs gerutscht wäre.

Der Tatverdächtige ist laut Bundesanwaltschaft deutscher und russischer Staatsangehöriger. Seit Mitte 2016 war er als Elektriker in einem Tübinger Heizwerk tätig. Die Bundesanwaltschaft hat bisher keine Hinweise auf Mittäter oder Gehilfen. Welchen Sprengstoff der Attentäter verwendet hat und woher er ihn hatte, ist noch nicht geklärt.

(dpa)

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