UN-Generalsekretär besorgt über Entwicklung in Venezuela

UN-Generalsekretär besorgt über Entwicklung in Venezuela
UN-Generalsekretär besorgt über Entwicklung in Venezuela
UN-Generalsekretär António Guterres hat sich besorgt über den blutigen Machtkampf mit Massendemonstrationen in Venezuela gezeigt. "Wir rufen dazu auf, alle Anstrengungen zu unternehmen, um die Spannungen zu verringern und weitere Zusammenstöße zu verhindern", sagte er laut Mitteilung am Donnerstag in New York. Regierung und Opposition müssten wieder einen konstruktiven Dialog aufnehmen.

Guterres forderte "konkrete Gesten von allen Beteiligten, um die Polarisierung zu reduzieren und die notwendigen Bedingungen herzustellen, so dass die Herausforderungen des Landes zum Wohlergehen der Menschen in Venezuela angegangen werden können". Bei Massendemonstrationen gegen eine drohende Diktatur waren in Venezuela zuletzt mindestens drei Menschen getötet worden. Nach Behördenangaben gab es zudem mehr als 400 Festnahmen.

Polizei setzt Tränengas gegen Protestler in Venezuela ein

Angesichts dramatischer Szenen in Venezuela fordert die internationale Gemeinschaft von Präsident Nicolás Maduro ein Zurückziehen der brutal agierenden Milizen. Im Internet kursierende Bilder zeigten, wie auf Demonstranten von Motorrädern aus geschossen wurde, zudem prügelten Polizisten auf Protestierende ein, von denen einige aber ebenfalls gewalttätig wurden.

Bisher starben bei den Protesten, die durch die zeitweise Entmachtung des Parlaments ausgelöst wurden, neun Menschen, fast tausend Menschen wurden bislang festgenommen. Das Land steht vor dem Ruin. Wegen der Bedienung milliardenschwerer Auslandsschulden und der höchsten Inflation der Welt können kaum noch Lebensmittel und Medikamente importiert werden, die in Euro oder Dollar zu bezahlen sind.

Präsident Maduro macht den niedrigen Ölpreis und Sanktionen für die Misere verantwortlich - im Jahr 2016 brach die Wirtschaftsleistung um rund 18 Prozent ein. (dpa)

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