Tatverdächtiger nach BVB-Anschlag festgenommen

Tatverdächtiger nach BVB-Anschlag festgenommen
Tatverdächtiger nach BVB-Anschlag festgenommen
Die Polizei hat einen mutmaßlichen Tatverdächtigen im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund festgenommen. Es handele sich um den 28-jährigen deutschen und russischen Staatsangehörigen Sergej W., teilte die Bundesanwaltschaft am frühen Freitagmorgen mit. Er sei durch Beamte des GSG 9 der Bundespolizei im Raum Tübingen festgenommen worden.

Der Mann habe mit dem Anschlag den Aktienkurs des BVBs beeinflussen und von einem fallenden Kurs profitieren wollen, berichtet Reuters. Am Dienstag vergangener Woche waren neben dem Mannschaftsbus der Fußballer drei mit Metallstiften bestückte Sprengsätze explodiert. Der Spieler Marc Bartra und ein Polizist wurden verletzt.

Die Polizei in Dortmund und das Bundeskriminalamt ermitteln nach wie vor in mehrere Richtungen.

Dem Festgenommenen werden versuchter Mord, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt, teilte die Bundesanwaltschaft weiter mit. Am Mittag (12:30 MESZ) werde sie über den Stand der Ermittlungen informieren. Der Festgenommene habe sogenannte Verkaufsoptionen in Bezug auf die BVB-Aktie (15.000 Stück) erworben. Bei einem massiven Verfall der Aktie hätte der Gewinn ein Vielfaches des Einsatzes betragen. Mit einem erheblichen Kursverfall wäre zu rechnen gewesen, wenn infolge des Anschlags Spieler schwer verletzt oder gar getötet worden wären.

Bislang war unklar, welches Motiv hinter der Tat steckt. Die Behörden hatten erklärt, sie ermittelten in alle Richtungen und schlossen auch einen islamistischen oder rechtsextremen Hintergrund nicht aus. In verschiedenen Bekennerschreiben waren radikal-islamistische und rechtsextreme Motive genannt worden. Daran waren Zweifel laut geworden.