"Total schockiert": Bundesaußenminister Sigmar Gabriel besucht das ehemalige IS-Gebiet im Irak

"Total schockiert": Bundesaußenminister Sigmar Gabriel besucht das ehemalige IS-Gebiet im Irak
"Total Schockiert": Bundesaußenminister Sigmar Gabriel besucht das ehemalige IS-Gebiet im Irak
Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat als erster deutscher Spitzenpolitiker ein von der Terrororganisation Islamischer Staat zurückerobertes Gebiet im Irak besucht. In der schwer zerstörten Kleinstadt Baschika, 15 Kilometer von Mossul entfernt, übergab der SPD-Politiker am Donnerstag Generatoren, Wassertanker und Räumfahrzeuge für den Wiederaufbau. "Da ist man als ein Mensch, der aus einer friedlichen Gesellschaft kommt, erst einmal total schockiert", sagte Sigmar Gabriel.

Der Bundesaußenminister besichtigte darüber hinaus einen 50 Kilometer langen Minengürtel, mit dem der IS sein Gebiet absicherte. Der Minister kritisierte, dass die internationale Gemeinschaft nur 15 Millionen Euro für die Minenräumung ausgebe. "Das ist ein relativ kleiner Betrag gemessen daran, was man helfen kann, wenn Menschen einfach wieder zurück auf ihre Felder können", zitiert die Deutsche Presse-Agentur den SPD-Politiker.

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Baschika war im Juni 2014 vom IS eingenommen worden. Die überwiegend christlichen und jesidischen Einwohner waren zuvor geflüchtet. Im November eroberten kurdische Peschmerga-Kämpfer unterstützt von Kampfflugzeugen der internationalen Anti-IS-Koalition die Frontstadt zurück. Bisher sind aber nur etwa 400 Familien in den Ort zurückgekehrt. Die Stadt liegt nur 15 Kilometer von der IS-Hochburg Mossul entfernt.

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