Russland findet Ersatz für Meldonium

Russland findet Ersatz für Meldonium
Russland findet Ersatz für Meldonium
Russlands Föderale Agentur für Biomedizin (FMBA) hat nach eigenen Angaben einen Ersatz für Meldonium gefunden. Dabei handelt es sich nicht um ein Medikament, sondern um einen Komplex von Arzneimitteln. Die Pharmaka stünden nicht auf der Dopingliste und ihre Wirksamkeit sei um das Vielfache stärker als die von Meldonium, gab FMBA-Chef Wladimir Ujba gegenüber RIA Nowosti bekannt. „Meldonium ist für uns nicht mehr aktuell. Es kann uns gestohlen bleiben“, sagte der Beamte.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hatte am 16. September 2015 mit Wirkung zum 1. Januar 2016 den herz- und kreislaufwirksamen Arzneistoff Meldonium auf die Dopingliste gesetzt. Dadurch wurden Dutzende bekannte russische Sportler von Wettbewerben suspendiert. Es stellte sich später heraus, dass die Eliminationszeit des Medikamentes ziemlich lang und nicht genau feststellbar ist. Im April legte die internationale Aufsichtsbehörde seine höchstzulässige Konzentration im Blut fest. Danach wurden viele Sportler, bei denen das Pharmakon nachgewiesen worden war, amnestiert. Laut WADA soll Meldonium die Blutversorgung und die Ausdauer der Sportler erhöhen. Eigentlich wird die Arznei unter anderem bei Stenokardie und Herzinfarkt verschrieben.

Meldonium: Seit dem 1. Januar auf der Dopingliste der WADA.

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