Frauke Petry verzichtet auf Spitzenkandidatur bei Bundestagswahl

Frauke Petry verzichtet auf Spitzenkandidatur bei Bundestagswahl
Frauke Petry verzichtet auf Kandidatur bei Bundestagswahl
AfD-Chefin Frauke Petry hat drei Tage vor dem Wahlparteitag auf die Spitzenkandidatur bei der Bundestagswahl verzichtet. Es werde in der Parteispitze kolportiert, sie würde diese Position anstreben, erklärte sie via Facebook. "Um allen Spekulationen diesbezüglich ein Ende zu bereiten, nutze ich daher die Gelegenheit dieser Video-Botschaft, um eindeutig zu erklären, dass ich weder für eine alleinige Spitzenkandidatur noch für eine Beteiligung in einem Spitzenteam zur Verfügung stehe", so Petry.

Sie bekräftigte ihre Forderungen, bei dem Parteitag in Köln am Wochenende müsse die AfD eine Grundsatzentscheidung darüber treffen. Es gehe darum, ob die AfD eine fundamental-oppositionelle Rolle einnehmen oder sich auf eine Regierungsübernahme nach der Bundestagswahl 2021 vorbereiten wolle. Petry schreibt dem nationalistisch-völkischen Flügel unter dem Thüringer AfD-Vorsitzenden Björn Höcke und anderen, wie dem Parteivize Alexander Gauland, zu, Vertreter dieser fundamental-oppositionellen Strategie zu sein. Jetzt sei eine Klärung nötig, welchen Weg die AfD einschlagen wolle. Die AfD kranke seit Herbst 2015 daran, dass es keine gemeinsame Strategie gebe, schreibt Reuters.

Da schien die Welt noch in Ordnung. Dr. Frauke Petry und Björn Höcke während einer Pressekonferenz in 2014.