Frankreich verstärkt Sicherheitsmaßnahmen im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen

Frankreich verstärkt Sicherheitsmaßnahmen im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen
Frankreich verstärkt Sicherheitsmaßnahmen im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen
Nach dem vereitelten Terroranschlag in Frankreich werden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Das berichteten französische Medien am Mittwoch. Innenminister Matthias Fekl hatte bereits angekündigt, dass die Präsidentenwahl an diesem Sonntag von 50.000 Polizisten und Soldaten geschützt werden soll. Die entscheidende Stichwahl ist für den 7. Mai geplant.

Die Polizei hatte am Dienstag in Marseille zwei mutmaßliche Islamisten festgenommen, in deren Wohnung ein Waffenarsenal versteckt war. Laut Anti-Terrorstaatsanwalt François Molins drohte ein Anschlag in den nächsten Tagen. Das gibt die Deutsche Presse-Agentur bekannt.

Medien berichteten, dass die Themen Sicherheit und Terrorismus zum Abschluss des Wahlkampfs eine stärkere Rolle spielen werden als bisher. "Ein Ende des Wahlkampfs unter Bedrohung", schrieb die Tageszeitung Libération. Die Zeitung Le Parisien kommentierte, bisher sei der Wahlkampf von der Terrorgefahr verschont geblieben, nun sei das Thema wieder auf der Tagesordnung.

Zwei Terrorverdächtige in Marseille wegen Anschlagsplänen für Präsidentschaftswahl festgenommen

"Der damals sehr kritisierte Ausnahmezustand hat es erlaubt, die Ermittlungen zu starten, die zur Festnahme dieses bedrohlichen Duos von jungen, radikalisierten Franzosen geführt hat", schrieb die Regionalzeitung L'Alsace am Mittwoch. Der Ausnahmezustand gilt seit dem Jahr 2015, er war mehrfach verlängert worden.

In der Wohnung der 23 und 29 Jahre alten Verdächtigen hatten Ermittler Schusswaffen, mehr als drei Kilo des gefährlichen Sprengstoffs TATP und eine Fahne der Terrormiliz "Islamischer Staat" gefunden. Laut Ermittlern war es nicht klar, welches Ziel die Verdächtigen angreifen wollten.