Halb so viele Asylanträge in Österreich wie im Vorjahr

Halb so viele Asylanträge in Österreich wie im Vorjahr
Österreichischer Minister fuer Inneres, Wolfgang Sobotka
Im ersten Quartal des Jahres 2017 seien nur noch 6.480 Asylanträge gestellt worden, 55 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das teilte die Deutsche Presse-Agentur mit Verweis auf das Innenministerium am Freitag mit. Die meisten Anträge kamen von Syrern, zweitstärkstes Herkunftsland der Flüchtlinge war Afghanistan, auf dem dritten Platz landete Nigeria.

Die Menschen aus Syrien haben sehr gute Chancen auf Asyl, dabei ist aber die Anerkennungsquote bei den Nigerianern äußerst gering. Zu diesem Zeitpunkt sind aktuell rund 5.800 Anträge zum Asylverfahren zugelassen. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr würde das ein deutliches Unterschreiten der Obergrenze von 35.000 möglichen Fällen bedeuten.

Österreich billigt neues Integrationspaket – Vollverschleierung und Koranverteilung eingeschränkt

In diesem Jahr läuft die Ausnahmeregelung für Österreich aus, laut der das Land bei dem im Jahr 2015 beschlossenen Programm zur Aufnahme von Asylbewerbern aus Italien und Griechenland nicht mitgemacht hat. Dementsprechend will sich Österreich ferner an der Flüchtlingsverteilung in Europa beteiligen, teilte die EU-Kommission am Mittwoch laut dpa mit. Diese Ausnahmeregelung hatte gegolten, weil Österreich selbst einem großen Andrang ausgesetzt war.

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