Russisches Fernsehen wird Eurovision 2017 nicht übertragen

Russisches Fernsehen wird Eurovision 2017 nicht übertragen
Russisches Fernsehen wird Eurovision 2017 nicht übertragen
Der russische TV-Sender Perwy Kanal halte es für unmöglich, in der aktuellen Situation die Eurovision 2017 zu übertragen, erklärte ein Sprecher auf dessen Webseite. "Wir finden die Absage der ukrainischen Seite absolut unbegründet. Sie liegt zweifellos daran, dass die Ukraine versucht, den Wettbewerb zu politisieren, dessen Ziel seit 62 Jahren nach seiner Schaffung war, Menschen zu vereinigen", hieß es.

Der Europäischen Rundfunkunion EBU sei es misslungen, die Frage nach der Teilnahme der russischen Sängerin Julia Samoilowa am Musik-Wettbewerb Eurovision zu regeln. Der ukrainische Sicherheitsdienst (SBU) hat Mitte März ein dreijähriges Einreiseverbot gegen Julia Samoilowa verhängt. Der SBU begründete das Einreiseverbot damit, dass die Sängerin im Jahr 2015 ohne Erlaubnis aus Kiew auf die Krim gereist und dort bei einem Konzert aufgetreten sei. Ein Sprecher des russischen Außenministeriums nannte die Entscheidung "zynisch und unmenschlich". Der Kreml schloss aus, einen Ersatzkandidaten oder eine Ersatzkandidatin für Samoilowa zu nominieren. 

Ist Kiew der Ehre gerecht? Die Bürgermeisterin von Stokholm Eva-Louise Erlandsson Slorach überreicht Schlüssel von der Eurovision dem Bürgermeister von Kiew Witali Klitschko am 31.  Januar 2017.