Duterte sagt Besuch auf umstrittene Insel im Südchinesischen Meer ab

Duterte sagt Besuch auf umstrittene Insel im Südchinesischen Meer ab
Duterte sagt Besuch auf umstrittene Insel im Südchinesischen Meer ab
Der philippinische Staatschef Rodrigo Duterte hat die geplante Reise auf die Insel Thitu im umstrittenen Bereich des Südchinesischen Meeres abgesagt. Grund dafür sei die Besorgnis Chinas, welches den Philippinen im Fall des Besuches mit „Ärger“ gedroht hatte. „Weil China unser Freund ist und wir unsere Freundschaft zu schätzen wissen, werde ich nicht dorthin fahren und die philippinische Flagge hissen“, zitiert Reuters Duterte.

Duterte hatte vorher behauptet, dass die USA Öl ins Feuer der chinesisch-philippinischen Beziehungen gießen. Washingtons Aktionen würden die Philippinen in "extreme Gefahr" bringen, wenn deutlich werde, dass sie die USA in ihrem Konflikt mit China um Territorien im Südchinesischen Meer unterstützen. "Chinas Raketen sind auf die US-amerikanischen Expeditionen gerichtet. [...] Ein Depot dient als Versorgungslinie", unterstrich er und bezog sich auf die Marinepatrouillen der USA", so Duterte.

Chinesische Baggerschiffe rund um das Mischief Riff der Spratly Inseln; Südchinesisches Meer, 21. Mai 2015.

Der philippinische Präsident beschuldigte die Vereinigten Staaten zudem, ihn dazu gezwungen zu haben, im Jahr 2016 ein Urteil des Ständigen Schiedsgerichtshofs zu vollstrecken, das die meisten Ansprüche Pekings auf die umstrittenen Inseln für ungültig erklärte.

Sie stachelten uns an und drängten uns das Urteil des Schiedsgerichts auf", sagte er und bezog sich dabei auf die Vereinigten Staaten.

Zuvor hatte er außerdem noch angemerkt, die Situation bezüglich des Urteils über die umstrittenen Inseln mit China noch einmal besprechen zu wollen, wenn die richtige Zeit gekommen sei.

Ich habe eine Verpflichtung gegenüber Präsident Xi Jinping. Ich habe ein förmliches Versprechen geleistet, dass wir über diesen Schiedsspruch noch während meiner Amtszeit sprechen werden. Wann dies sein wird, weiß ich zwar noch nicht, aber wir werden hart verhandeln", sagte er.

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