US-Koalition greift C-Waffen-Lager des IS in Deir ez-Zor aus der Luft an - Hunderte Tote

US-Koalition greift C-Waffen-Lager des IS in Deir ez-Zor aus der Luft an - Hunderte Tote
Symbolbild - Schwarze Rauchschwaden nach dem ein Pipeline-Abschnitt, der Öl vom al Ramlan Ölfeld zu einer Raffinerie in der Deir al-Zor Provinz transportiert, angegriffen wurde.
Die US-geführte Koalition hat am Mittwoch ein Lager des „Islamischen Staates“ voller Chemiewaffen in der syrischen Provinz Deir ez-Zor bombardiert. Das gab der Generalstab der syrischen Regierungskräfte am Donnerstag bekannt.

Durch den beim Schlag freigesetzten Giftstoff seien mehrere Hundert Menschen, darunter auch Zivilisten, ums Leben gekommen. Der Vorfall beweise, dass der IS und weitere Al-Kaeda nahe Kämpfer „C-Waffen besitzen“, erklärte die Armee im syrischen staatlichen Fernsehen.

Scott Ritter bei einem Auftritt bei Suny New Platz im Studley-Theater, 16. März 2006.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA bestätigte den Vorfall auf ihrer Webseite. 

Am 4. April kam es mutmaßlich zur massenhaften Vergiftung mit C-Waffen im syrischen Gouvernement Idlib. Der russische Staatschef Wladimir Putin nannte zwei Versionen des Giftgasvorfalls. „Da sind mehrere Versionen möglich. Zwei davon bezeichne ich als Hauptversionen. Die erste ist, dass die syrische Luftwaffe ein geheimes Werk getroffen hat, wo chemische Kampfstoffe produziert werden“, so das russische Staatsoberhaupt.

Das sei ihm zufolge möglich, weil Terrorkämpfer auch im Irak mehrmals Chemiewaffen gegen die internationale Koalition und die irakische Armee eingesetzt hätten. „Und die zweite Version ist, dass es einfach eine Inszenierung war, das heißt eine Provokation. Das wurde extra dafür gemacht, um großen Sums darum zu machen und Voraussetzungen, einen Vorwand zu schaffen, um noch zusätzlichen Druck auf die legitimen syrischen Behörden zu machen. Und das war’s. Das muss noch überprüft werden”, so Putin.