EGMR spricht Opfern der Geiselnahme von Beslan fast drei Millionen Euro Schmerzensgeld zu

EGMR spricht Opfern der Geiselnahme von Beslan fast drei Millionen Euro Schmerzensgeld zu
EGMR spricht Opfern der Geiselnahme von Beslan fast drei Millionen Euro Schmerzensgeld zu
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat sein Urteil zum Fall des blutigen Geiseldramas im nordossetischen Beslan gefällt. Die Straßburger Richter sprachen Russland wegen Verletzung der Rechte von Todesopfern und ihren Angehörigen auf Leben und wirksame Beschwerde schuldig. Sie verpflichteten Moskau dazu, 409 Menschen insgesamt 2,955 Millionen Euro Schmerzensgeld zu zahlen. Der Beschluss wurde auf der Webseite des Gerichts veröffentlicht.

Am 1. September 2004 nahmen mehr als 30 Terroristen die Schule Nummer 1 im nordossetischen Beslan in ihre Gewalt. Das Geiseldrama dauerte drei endlose Tage. Dem Terrorangriff und der anschließenden Erstürmung der Schule fielen 334 Menschen zum Opfer, unter ihnen 186 Kinder. Ein Terrorist überlebte und bekam „lebenslänglich“. Jeweils an den drei ersten Septembertagen gedenken Beslan und ganz Russland der Opfer der heimtückischen Attacke.

Der blutigste Terrorakt war die Geiselnahme von Beslan. Terroristen brachten über tausend Menschen - Schüler, Eltern und Lehrer - am 1. September 2004, dem Tag des Wissens, in ihre Gewalt. Bei der Erstürmung kamen 334 Menschen um. Hier: Gedenkaktion in der Turnhalle, wo die meisten Menschen starben.