Panama Papers mit Pulitzer-Preis ausgezeichnet

Panama Papers mit Pulitzer-Preis ausgezeichnet
Panama Papers mit Pulitzer-Preis ausgezeichnet
Für die Enthüllung der "Panama Papers" hat das in Washington ansässige Internationale Netzwerk Investigativer Journalisten (ICIJ), der in Kalifornien sitzende Medienkonzern McClatchy und der "Miami Herald" einen Pulitzer-Preis für "erklärende Berichterstattung" bekommen. Das teilten die Organisatoren am Montag in New York gegenüber dpa mit. Auch die "Süddeutsche Zeitung" war an der Enthüllung beteiligt gewesen. Die Pulitzer-Preise zeichnen allerdings nur US-amerikanischen Journalismus aus.

Indirekt gehöre die Ehrung aber auch allen anderen weltweit beteiligten Medien. Das bekundete der Vorsitzende des Pulitzer-Preis-Gremiums, Mike Pride. "Es ist keine Frage, dass dies ein viel größeres Projekt war". 

Gründer vom Panama-Papers-Hauptakteur Mossack Fonseca verhaftet

Die beteiligten Medien auf der ganzen Welt hatten im April 2016 über rund 200.000 von der Kanzlei Mossack Fonseca gegründete Briefkastenfirmen berichtet, in denen Politiker, Prominente und Sportler ihr Vermögen geparkt haben sollen. Die Veröffentlichung führte zu Ermittlungen auf der ganzen Welt und zu einer Debatte über Steueroasen und Geldwäsche.