Bei Weinmesse in Italien Produktion aus der Krim beschlagnahmt

Bei Weinmesse in Italien Produktion aus der Krim beschlagnahmt
Bei internationaler Weinmesse Produktion aus der Krim beschlagnahmt
Bei der internationalen Fachmesse für Wein und Destillate Vinitaly im italienischen Verona wurde der Wein konfisziert, der auf der russischen Halbinsel Krim hergestellt worden war. "Das ist Flegelei. Eine Reihe der Krim-Unternehmen haben ihre Produkte zur Messe gebracht, aber die italienische Polizei hat aus ungewissen Gründen alles beschlagnahmt", zitiert den Chef der Halbinsel, Sergej Aksjonow, die Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Den Vorfall klärt nun das russische Außenministerium.

Mitte Februar hatte in Rom eine weitere Weinmesse stattgefunden. Bei dem Event mit dem Namen „I migliori vini italiani“, auf Deutsch „Beste Weine Italiens“, waren auch russische Winzer aus der Krim anwesend. Auf die russische Produktion wurden nicht nur Messebesucher aufmerksam, sondern auch Weinkritiker. „Das sind fachkundig gemachte Weine und ich bin mir sicher, dass ihnen die Zukunft gehört“, sagte der italienische Weinguru Luca Maroni gegenüber RIA Nowosti.

Primat der (Wein-)Kultur: In bewusster Abgrenzung zum Sanktionswahn der Politik wollen italienische Önologen und Winzer zusammen mit Kollegen von der Krim einen neuen erlesenen Tropfen keltern. Die Trauben dazu sollen vom Schwarzen Meer kommen, das Rezept aus Italien.

An der Weinmesse in Italiens Hauptstadt Rom nahmen unter anderem die Krim-Kelterei Alma Valley und der Winzer Waleri Sacharjin teil. Insgesamt boten sie 100 Flaschen Weiß-, Rot- und Rosé-Wein zur Probe an. Waleri Sacharjin schloss nach Abschluss der Messe zwei Lieferverträge mit zwei örtlichen Restaurants.