Hilfsorganisation: Wenn Krieg und Blockaden in Jemen anhalten, ist Hungersnot unabwendbar

Hilfsorganisation: Wenn Krieg und Blockaden in Jemen anhalten, ist Hungersnot unabwendbar
Hilfsorganisation: Wenn Krieg und Blockaden in Jemen anhalten, ist Hungersnot unabwendbar
Über 60 Prozent der Bevölkerung im Jemen haben nicht genug zu essen, rund 462.000 Kinder sind akut unterernährt, gab der Generalsekretär der Hilfsorganisation Care, Karl-Otto Zentel, bekannt. Die Konfliktparteien blockierten Transporte, die Infrastruktur werde immer wieder Ziel militärischer Angriffe. So hätten es Hilfsorganisationen schwer, die Menschen zu erreichen, sagte Marten Mylius, CARE-Nothilfekoordinator im Nahen Osten. Unterstützung bräuchten zurzeit zwölf Millionen Menschen.

Der bewaffnente Konflikt zwischen der jemenitischen Führung und den Huthi-Rebellen dauert seit August 2014 an. Die Aufständischen und Teile des Militärs unterstützen den ehemaligen Staatschef, Ali Abdullah Salih, während die Armee und andere Milizen für den aktuellen Staatschef, Abed Rabbo Mansur Hadi, kämpfen. Seit dem Jahr 2015 fliegt Saudi-Arabien Luftangriffe gegen die Huthi-Rebellen, die den Norden des Jemen und die Hauptstadt Sanaa kontrollieren.

Missgebildetes Kind im Jemen.