Alexis Tsipras knüpft Reform-Umsetzung an Schuldenerleichterungen

Alexis Tsipras knüpft Reform-Umsetzung an Schuldenerleichterungen
Alexis Tsipras knüpft Reform-Umsetzung an Schuldenerleichterungen
Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras knüpft die Umsetzung der vereinbarten weiteren Wirtschaftsreformen an Schuldenerleichterungen an, berichtet Reuters. Griechenland hat am Freitag mit den Gläubigern im monatelangen Streit über Reformen die größten Hürden ausgeräumt und damit den Weg für die Auszahlung weiterer Milliardenhilfen geebnet. Der Primärüberschuss soll sich im Jahr 2018 und auch mittelfristig auf 3,5 Prozent der Wirtschaftsleistung belaufen.

Mittelfristige Schuldenerleichterungen, die es Griechenland ermöglichten, am Anleihekaufprogramm der EZB teilzunehmen, und ein machbarer Kurs in der Haushaltspolitik sei die Voraussetzung für die Umsetzung der mit den Gläubigern vereinbarten Maßnahmen, sagte Alexis Tsipras an diesem Sonntag vor dem Zentralkomitee seiner linken Syriza-Partei in Athen. In dem am Freitag beschlossenen Kompromisspaket steht, dass Griechenland noch einmal den Gegenwert von zwei Prozent der Wirtschaftsleistung aufbringen soll - ein Prozent durch neue Einschnitte bei Renten 2019, der Rest durch eine Steuerreform 2020. Im Gegenzug soll Athen Spielraum für Konjunkturmaßnahmen im gleichen Umfang bekommen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Nach den Worten des Finanzministers Euklid Tsakalotos geht es um Maßnahmen gegen Kinderarmut, zur Förderung des Arbeitsmarkts oder zur Deckung von Gesundheitskosten für Rentner sowie Steuersenkungen ab 2020.

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