Russlands Militärbehörde: US-Angriff auf Fliegerhorst in Syrien beweist Inexistenz von C-Waffen dort

Russlands Militärbehörde: US-Angriff auf Fliegerhorst in Syrien beweist Inexistenz von C-Waffen dort
Russlands Militärbehörde: US-Angriff auf Fliegerhorst in Syrien beweist Inexistenz von C-Waffen dort
Der Pressesprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, hat am Samstag darauf hingewiesen, dass es einen Tag nach dem US-Angriff auf die syrische Militärbasis al-Schairat keine Beweise dafür gibt, dass dort C-Waffen gelagert worden sind. Dem russischen Militär zufolge seien in dem Fliegerhorst wenige Stunden nach der Attacke Dutzende Menschen ohne Gasmaske gewesen, darunter auch Journalisten. Keiner von ihnen habe sich über eine Vergiftung beschwert.

„Somit stellt sich die Frage: Wer hat schon wieder einem US-Präsidenten „Beweise“ für das Vorhandensein von C-Waffen in einem für Washington unliebsamen Staat aufgetischt? Was für „Beweise“ waren das? Das erinnert zu sehr an das mit weißem Pulver gefüllten Reagenzglas von Colin Powell oder die Berichte an den britischen Premierminister über das angebliche Vorhandensein von C-Waffen im Irak“, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau. Gleichzeitig betonte Igor Konaschenkow, dass eine Expertenkommission vor Ort Bodenproben entnehmen sollte. Nur auf diese Weise ließe sich die Behauptung beweisen, dass die syrische Armee in al-Schairat chemische Kampfstoffe gelagert hätte.

Teheran fordert unabhängige Untersuchung von Giftgas-Einsatz in Syrien

In der Nacht zum Freitag hatte Donald Trump einen syrischen Fliegerhorst nahe Homs mit 59 Marschflugkörpern angreifen lassen. Der Grund war ein mutmaßlicher Giftgaseinsatz vom Dienstag mit mehr als 80 Toten gewesen. Syriens Regierung wies die Verantwortung dafür entschieden zurück. Russlands Präsident Wladimir Putin verurteilte die Attacke auf die syrische Militärbasis als Angriff auf die Souveränität Syriens.

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