Venezolanischer Oppositionsführer darf nicht zur Präsidentschaftswahl antreten

Venezolanischer Oppositionsführer darf nicht zur Präsidentschaftswahl antreten
Venezolanischer Oppositionsführer darf nicht zur Wahl antreten
Venezuelas Oppositionsführer Henrique Capriles darf 15 Jahre lang nicht mehr für öffentliche Ämter kandidieren, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Das sei ihm von der Regierung mitgeteilt worden, sagte der Politiker am Freitag und kündigte Proteste im ganzen Land an. Henrique Capriles ist Gouverneur des Bundesstaats Miranda. Bisher hat er als einer der aussichtsreichen Kandidaten bei der Präsidentschaftswahl 2018 gegolten.

Nach Angaben der Behörden sei der Grund für den Entzug des passiven Wahlrechts finanzielle Unregelmäßigkeiten. Dem Politiker werden Verbindungen zu dem in einen Korruptionsskandal verwickelten brasilianischen Baukonzern Odebrecht vorgeworfen. Henrique Capriles streitet die Vorwürfe ab. Im Jahr 2013 hatte der Oppositionelle nach dem Tod von Hugo Chávez mit 48,9 Prozent knapp gegen den Sozialisten Nicolás Maduro verloren.

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