Griechenland bleibt dem EU-Migrationsabkommen mit Türkei treu und schiebt Flüchtlinge erneut ab

Griechenland bleibt dem EU-Migrationsabkommen mit Türkei treu und schiebt Flüchtlinge erneut ab
Griechenland bleibt dem EU-Migrationsabkommen mit Türkei treu und schiebt Flüchtlinge erneut ab (Archivfoto)
Insgesamt 49 Flüchtlinge aus Pakistan, Algerien, Bangladesch, Ghana und Palästina wurden am Donnerstag von der griechischen Insel Lesbos zum türkischen Hafen Dikili befördert. Die Aufsicht übernahm dabei die Europäische Grenzschutzagentur Frontex. Die Asylanträge dieser Personen waren kurz davor abgelehnt oder zurückgenommen worden, meldet dpa.

Im März 2016 hatte die EU ein Abkommen mit der Türkei unterzeichnet. Jeder Migrant, der Griechenland erreicht, sollte dem Abkommen zufolge nach 25 Tagen zurück in die Türkei geschickt werden. Im Gegenzug muss eine gleich große Anzahl an Syrern aus der Türkei in einem EU-Land aufgenommen werden. Das Abkommen hat zum Ziel, aus der Illegalität eine Legalität im Bereich des Flüchtlingsstatus zu erwirken.

Flüchtlinge aus Lesbos protestieren gegen Abkommen der Türkei und der EU.

Innerhalb der vergangenen zwei Jahre erreichten 1,3 Millionen Geflüchtete Griechenland. Derzeit befinden sich rund 61.000 Flüchtlinge in Griechenland, von denen über die Hälfte Frauen und Kinder sind. Das Projekt für Flüchtlingsrechte prangerte die katastrophalen Zustände in den griechischen Aufnahmelagern an, in denen die Grundbedürfnisse der Menschen nicht gedeckt seien.

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