US-Botschafterin bei den UN: „Es gibt Zeiten, in denen eigenständig gehandelt werden muss“

US-Botschafterin bei den UN: „Es gibt Zeiten, in denen eigenständig gehandelt werden muss“
US-Botschafterin bei den UN: „Es gibt Zeiten, in denen eigenständig gehandelt werden muss“
Die USA haben ihre Bereitschaft erklärt, Maßnahmen zur Unterstützung von Syrien unter Umgehung des UN-Sicherheitsrats zu ergreifen, wenn dieser sich weigert, die Resolution zur Giftgasattacke in Idlib zu verabschieden. Das bekundete die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley. "Wenn die Vereinten Nationen ihrer Pflicht, gemeinsam zu handeln, wiederholt nicht nachkommen, gibt es Zeiten, in denen eigenständig gehandelt werden muss", zitiert Reuters die Politikerin.

Russland und der Westen streiten über die Verantwortung für den Giftsgaszwischenfall in Syrien mit Dutzenden Toten. Das russische Militär erklärte am Mittwoch, die Todesfälle in Chan Schaichun gingen auf einen syrischen Luftangriff auf ein Chemiewaffenlager der Rebellen zurück. Die USA, Großbritannien und Frankreich warfen dem syrischen Militär dagegen den Einsatz von Giftgas vor. US-Präsident Donald Trump machte die Regierung von Präsident Baschar al-Assad verantwortlich. Es handele sich um einen Angriff auf die Menschlichkeit, sagte er.

Russischer Spezialist führt Minenentschärfung in der antiken Stadt Palmyra durch; Februar 2017.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht mittlerweile von mindestens 70 Toten aus, darunter mindestens elf Kinder. Nach Darstellung der US-Regierung setzten syrische Kampfflugzeuge bei dem Angriff am Dienstag das Nervengift Sarin ein. Der WHO zufolge weisen die Opfer Symptome einer Vergiftung mit einer Phosphor-Verbindung auf, zu denen auch Sarin zählt.