Ursula von der Leyen plädiert für Offensivverteidigung bei Cyber-Angriffen

Ursula von der Leyen plädiert für Offensivverteidigung bei Cyber-Angriffen
Ursula von der Leyen plädiert für Offensivverteidigung bei Cyber-Angriffen
Die Bundeswehr darf sich nach Ansicht von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen im Falle einer Cyber-Attacke auch offensiv verteidigen, berichtet Reuters. "Wenn die Netze der Bundeswehr angegriffen werden, dann dürfen wir uns auch wehren", sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch in Bonn bei der Eröffnung des neuen Kommandos für den Cyber- und Informationsraum (CIR) der Bundeswehr. Im Inland würden auch andere staatliche Institutionen in dessen Arbeit einbezogen.

"In den Auslandseinsätzen ist die Lage klar: Hier bestimmen die Bundestagsmandate die Möglichkeiten - und Grenzen. Das gilt selbstverständlich auch für den Cyberraum", präzisierte die Bundesverteidigungsministerin. Hintergrund ist die Forderung etwa des Wehrbeauftragten Hans-Peter Bartels, dass das Parlament auch bei Cyber-Konflikten die Zustimmung zu Einsätzen geben müsse. Ursula von der Leyen sagte zu, dass offene rechtliche Fragen mit anderen Ressorts geklärt werden sollten.

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Dem Cyber-Kommando in Bonn werden zunächst 260 Soldaten angehören. Bis 2021 sollen ihm nach und nach weitere 13.500 Soldaten und 1.500 zivile Mitarbeiter unterstellt werden. Eine ihrer Hauptaufgaben wird der Betrieb und Schutz der Bundeswehr-IT sein, die zu den größten Computernetzen in Deutschland zählt.