Jens Stoltenberg setzt sich nach US-Kritik für Deutschland ein

Jens Stoltenberg setzt sich nach US-Kritik für Deutschland ein
Jens Stoltenberg setzt sich für Deutschland nach US-Kritik ein
Die US-Regierung hat Deutschland vorgeworfen, nicht genug in die Verteidigung zu investieren. Der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die Bundesrepublik dagegen in Schutz genommen und sie für den bereits geleisteten Beitrag gelobt, berichtet Handelsblatt. Dabei betonte er, dass Deutschland sein Budget bereits dieses Jahr um acht Prozent aufgestockt hat, um seine Verteidigungsausgaben zu erhöhen, und innerhalb von zwei Jahren das Zwei-Prozent-Ziel der Allianz erreicht haben soll.

Die neue US-Regierung unter Trump will durchsetzen, dass alle NATO-Partner ihre Verteidigungsausgaben zu Gunsten des Militärbündnisses innerhalb von zehn Jahren auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöhen, sofern sie dies noch nicht getan haben. Auf diese Anhebung der Verteidigungsausgaben einigte sich die NATO im Jahr 2014. Nachgekommen sind dieser Vereinbarung im letzten Jahr einer Studie zufolge aber nur die USA, Griechenland und Estland. Donald Trump mahnte, dass die Ausgaben der USA fast doppelt so hoch seien wie die der europäischen Partner und Kanadas zusammen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zeigte sich einsichtig und erklärte vorab, dass die Europäer mehr in die NATO investieren müssten. Daraufhin schlug sie einen neuen Bewertungsmaßstab für die Beteiligung der NATO-Mitgliedsstaaten an Einsätzen des Bündnisses vor. 

Spricht sich gegen ein dogmatisches Verständnis des Zwei-Prozent-Zieles der NATO bei den Verteidigungsausgaben aus und übt zwischen den Zeilen Kritik an den Resultaten jüngster Militärinterventionen: Bundesaußenminister Sigmar Gabriel

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