Kiew ruft ESC-Veranstalter auf, sich nicht in die inneren Angelegenheiten des Landes einzumischen

Kiew ruft ESC-Veranstalter auf, sich nicht in die inneren Angelegenheiten des Landes einzumischen
Kiew ruft ESC-Veranstalter auf, sich nicht in die inneren Angelegenheiten des Landes einzumischen
Der Aufsichtsrat der Nationalen Fernsehgesellschaft der Ukraine (NTU) hat die Europäische Rundfunkunion (EBU) aufgerufen, sich nicht in die inneren Angelegenheiten des Landes einzumischen. Der Veranstalter des Eurovision Song Contest (ESC) solle die Souveränität der Ukraine respektieren. Der NTU-Aufsichtsrat hat somit auf einen Brief der EBU-Chefin Ingrid Deltenre reagiert, in dem sie die Ukraine daran mahnt, dass die Sperre gegen Russlands ESC-Sängerin sich negativ auf Kiews Ruf auswirken kann.

Der NTU zufolge habe der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU den Beschluss, der russischen ESC-Teilnehmerin Julia Samoilowa die Einreise zu verbieten, im Rahmen seiner rechtlichen Befugnisse getroffen. Die Forderung, diesen Beschuss rückgängig zu machen, lasse sich demnach als eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Ukraine betrachten. Das gehe über die Befugnisse der EBU und die Aufgaben des Liederwettbewerbs hinaus. Ingrid Deltenre solle die EBU in kein Instrument für fremde politische Manipulationen verwandeln, zitiert die Nachrichtenagentur TASS den Appell des NTU-Aufsichtsrates.

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