Kolumbiens Präsident weitet Nothilfe nach Schlammlawine aus

Kolumbiens Präsident weitet Nothilfe nach Schlammlawine aus
Kolumbiens Präsident weitet Nothilfe nach Schlammlawine aus
Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos hat die Hilfsmaßnahmen für die Bewohner der durch eine Schlammlawine zerstörten Stadt Mocoa ausgeweitet, berichtet dpa. Am Montag hat die Regierung des Landes einen ökonomischen, sozialen und ökologischen Notstand beschlossen. An Soforthilfe wurden rund 14 Millionen US-Dollar freigegeben.

Die Bewohner der Stadt werden im Rahmen der Hilfsmaßnahmen 2.000 Koch-Sets, 7.000 Decken und 6.000 Matratzen bekommen. Außerdem bewilligte man den Bau eines Aquädukts zur Wasserversorgung und eines neuen Krankenhauses in Mocoa. Zudem werden insgesamt 26 Tankwagen in die Stadt geschickt, um die Bewohner mit Trinkwasser zu versorgen.

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Bei Überschwemmungen und Erdrutschen im Süden Kolumbiens waren nach offiziellen Angaben mindestens 273 Menschen ums Leben gekommen. Dies hatte der kolumbische Präsident am Montag bestätigt. Weitere 262 erlitten Verletzungen, 70 davon wurden in Krankenhäuser eingeliefert.

Auslöser der Katastrophe waren heftige Schauer, die mehrere Flüsse über die Ufer treten ließen und eine Schlammlawine auslösten, die Häuser und Autos unter sich begrub. Bürgermeister José Antonio Castro sagte, einige Menschen seien gewarnt worden und hätten sich in Sicherheit bringen können. Mehrere Stadtviertel und zwei Brücken seien aber zerstört worden.