Russlands Behörden ermitteln wegen Aufrufe zu nicht genehmigten Protestaktionen in Moskau

Russlands Behörden ermitteln wegen Aufrufe zu nicht genehmigten Protestaktionen in Moskau
Russlands Behörden ermitteln wegen Aufrufe zu nicht genehmigten Protestaktionen in Moskau (Symbolbild)
Russlands Ermittlungskomitee hat eine Strafsache wegen im Internet verbreiteter Aufrufe zu nicht genehmigten Kundgebungen in Moskau angestrengt, berichtet die Nachrichtenagentur Interfax. Nach Angaben der Behörde veröffentlichen anonyme Nutzer seit dem 29. März online Appelle, sich am 2. April an einer Protestaktion im Zentrum der russischen Hauptstadt zu beteiligen. Die Moskauer Polizei warnt Einwohner vor möglichen Provokationen und rät von einer Beteiligung an der Aktion eindringlich ab.

Am vergangenen Sonntag hatten in zahlreichen russischen Städten Anti-Korruptions-Kundgebungen stattgefunden, die aber meistens behördlich nicht genehmigt waren. Nach verschiedenen Angaben wurden dabei allein in Moskau zwischen 600 und 1.000 Demonstranten festgenommen. Der Kreml bezeichnete die Durchführung der nicht genehmigten Veranstaltungen als eine Provokation und warf den Veranstaltern vor, Aktivisten und Teilnehmer belogen zu haben. Der russische Oppositionsaktivist und Initiator der Proteste, Alexej Nawalny, wurde am Montag von einem Moskauer Gericht für schuldig befunden, eine nicht genehmigte Demonstration in Moskau organisiert zu haben. Dafür verhängte man gegen ihn eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 322 Euro und 15 Tage Haft.

RT-Chefredakteurin: Westliche Medienberichte über russische Proteste aufgeblasen über jedes Maß

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