Weißes Haus: Die USA sollen Baschar al-Assad als "politische Realität" in Syrien hinnehmen

Weißes Haus: Die USA sollen Baschar al-Assad als "politische Realität" in Syrien hinnehmen
Weißes Haus: Die USA sollen Baschar al-Assad als "politische Realität" in Syrien hinnehmen
In Bezug auf die Rolle vom Präsidenten Baschar al-Assad im syrischen Bürgerkrieg hat das US-Präsidialamt die Notwendigkeit eingeräumt, die sogenannte „politische Realität“ zu akzeptieren. Nun solle man sich auf dem Kampf gegen die Extremisten-Miliz „Islamischer Staat“ in Syrien sowie im Irak konzentriere, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer. Seines Erachtens habe die Vorgängerregierung von Barack Obama ihre Chance verpasst, die Regierung Assads zu stürzen.

Am 30. März hatte die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, einer kleinen Gruppe von Journalisten offenbart, dass die Prioritäten Washingtons sich mit dem Antritt der neuen Regierung geändert hatten. Die Machtenthebung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assads werde ferner nicht mehr im Fokus der US-Politik stehen. "Unsere Priorität besteht nicht mehr darin, hier zu sitzen und uns auf die Vertreibung von Assad zu konzentrieren", gab sie bekannt.

Der syrische Präsident Bashar al-Assad im Interview mit

"Unsere Priorität ist, wirklich zu sehen, wie wir die Situation erledigen, wen wir brauchen, um die Lage für das syrische Volk wirklich zu ändern", fügte sie hinzu. Vorher wurde Assads Rücktritt als Bedingung für das Ende des Bürgerkriegs, der bereits seit nunmehr sechs Jahren andauert. Am Donnerstagnachmittag war der US-Außenminister Rex Tillerson zu einem offiziellen Besuch nach Ankara gereist. Der Spitzendiplomat der Vereinigten Staaten gab nach den Verhandlungen bekannt, dass Washington und Ankara eine Reihe von "schwierigen Entscheidungen“ bei der Terrorbekämpfung in Syrien werden treffen müssen.