Abschlussbericht zu Kölner Silvesternacht: Mangelndes Polizei-Engagement schuld

Abschlussbericht zu Kölner Silvesternacht: Mangelndes Polizei-Engagement schuld
Abschlussbericht zu Kölner Silvesternacht: Mangelndes Polizei-Engagement schuld
Die Parlamentskommission des nordrhein-westfälischen Landtags hat ihren Abschlussbericht zur Ermittlung der sexuellen Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht 2015 in Köln vorgelegt, schreibt die Deutsche Welle. Das Dokument zählt über 1.000 Seiten und entstand anhand von 61 Tagungen des Ausschusses und beinahe 200 Vernehmungen. Die Handlungen der Ordnungskräfte werden scharfer Kritik unterzogen.

Die Bewertung des Polizeieinsatzes basiert auf der Schlussfolgerung, dass die Sicherheitskräfte auf der Führungs-, Koordinierung- und Kommunikationsebene versagt hätten: "Zur Vermeidung dieses Sogeffekts und damit zur Verhinderung der festgestellten Flut der Straftaten in dieser Nacht wäre ein möglichst rasches und vor allem frühzeitiges Eingreifen der Polizei und sonstiger Schutz- und Ordnungskräfte erforderlich gewesen." Den Verfassern des Berichts zufolge hätte die Polizei bei frühzeitiger Erkennung der Situation mehr Chancen dazu gehabt, diese nicht außer Kontrolle geraten zu lassen.

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