Kiew beharrt auf Samoilowa-Sperre trotz Boykott-Drohungen

Kiew beharrt auf Samoilowa-Sperre trotz Boykott-Drohungen
Kiew beharrt auf Samoilowa-Sperre trotz Boykott-Drohungen
Der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin hat bekannt gegeben, dass Kiew keine Zugeständnisse an die russische ESC-Sängerin Julia Samoilowa machen wird, was das jüngst gegen sie verhängte Einreiseverbot anbetrifft. "Gesetz ist Gesetz. Es ist für alle einheitlich. Wir halten uns an das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit und der strikten Einhaltung des Gesetzes. Wir reden von keinen formalen oder informalen Ausnahmen, wir reden von der Vollstreckung des Gesetzes", zitiert Gaseta.ru den Politiker.

Vorher hatte die Chefin der Europäischen Rundfunkunion (EBU), Ingrid Deltenre, den ukrainischen Premier Wolodymyr Hrojsman davor gewarnt, dass die Sperre gegen die russische Teilnehmerin des Musikwettbewerbs sich negativ auf den Ruf der Ukraine als eines "modernen und demokratischen europäischen Landes" auswirken kann. Außerdem füge diese Entscheidung Kiews dem ESC und der EBU selbst einen enormen Schaden zu. Die Leiterin der Union deutete ebenso an, dass einige EU-Länder bereits ihren Wunsch geäußert haben, ihre Teilnahme am Eurovision Song Contest 2017 abzusagen. Deltenre appellierte an den Ministerpräsidenten, sich in die Situation einzuschalten und den Auftritt von Samoilowa in Kiew zu gestatten. Das teilte das Nachrichtenportal Oikotimes mit.

Kiew stellt Bedingungen für Moskaus Teilnahme an Eurovision Song Contest