Israel: Erste neue Siedlung nach Jahrzehnten im Westjordanland genehmigt

Israel: Erste neue Siedlung nach Jahrzehnten im Westjordanland genehmigt
Demonstration in der West Bank, 30. Mai 2017.
Das israelische Kabinett hat den Bau von neuen Siedlungen im Westjordanland genehmigt. Siedler werden die ehemaligen Bewohner der Amona-Siedlung sein, welche im vergangenen Monat aufgelassen wurde. Dies wäre die erste israelische Siedlung im Westjordanland seit 20 Jahren.

Gegenüber den israelischen Haaretz-Nachrichten gab das Büro des Premierministers an, dass das Vorhaben noch die Zustimmung aller Minister brauche, die nicht Teil des Sicherheitsausschusses sind, bevor es umgesetzt werden kann. Der genaue Standort der neuen Siedlung wird in Emek Shilo liegen. Rund 40 Familien waren nach der Zerstörung der Amona-Siedlung ohne Bleibe. Im Westjordanland leben 400.000 jüdische Siedler und 2,8 Millionen Palästinenser. Auch in Ost-Jerusalem, welches die Palästinenser für sich beanspruchen, leben derzeit 200.000 Israelis. 

Erst Anfang März trafen sich Putin und Netanyahu, um über die Syrien-Politik beider Staaten zu sprechen.

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