Erdogans und Tillersons Anti-IS-Debatte zieht sich in die Länge, Gülen-Auslieferung im Mittelpunkt

Erdogans und Tillersons Anti-IS-Debatte zieht sich in die Länge, Gülen-Auslieferung im Mittelpunkt
Erdogans und Tillersons Anti-IS-Debatte zieht sich in die Länge, Gülen-Auslieferung im Mittelpunkt
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat bei einem Treffen in Ankara mit dem US-Außenminister Rex Tillerson mögliche gemeinsame Schritte im Kampf gegen die Kämpfer des „Islamischen Staates“ und anderer Terrormilizen besprochen. Die Unterredung dauerte über zwei Stunden. Der Schwerpunkt wurde dabei auf das Problem der Auslieferung Fethullah Gülens, des geistlichen Oberhauptes der islamischen Hizmet-Bewegung, in die Türkei sowie die Verbannung der Terrororganisation FETÖ in den USA gelegt.

Die türkische Regierung macht Gülen, der in den USA im selbst gewählten Exil lebt, für den fehlgeschlagenen Militärputsch im Juli letzten Jahres verantwortlich. Die Gülen-Organisation bestritt stets alle Vorwürfe. Einige mutmaßliche Beteiligte am Putschversuch, die festgenommen wurden, sollen jedoch ausgesagt haben, dass Angehörige des Netzwerks, das über Jahrzehnte hinweg staatliche Institutionen unterwandert haben soll, tatsächlich in die Vorbereitung und Ausführung involviert gewesen sein sollen.

Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND) sieht in der Gülen-Bewegung nicht die Drahtzieher hinter dem Putschversuch in der Türkei.

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