Frankreichs Polizei greift zu Tränengas bei Nachtprotesten in Paris

Frankreichs Polizei greift zu Tränengas bei Nachtprotesten in Paris
Frankreichs Polizei greift zu Tränengas bei Nachtprotesten in Paris
Die Pariser Polizei hat in der Nacht zum Mittwoch Tränengas eingesetzt, um eine Protestdemonstration im 19. Arrondissement aufzulösen. Das war bereits die zweite Auseinandersetzung in Folge. Bei Nachteinbruch attackierten mehrere Hundert Randalierer das örtliche Polizeirevier, um gegen den Tod eines Chinesen durch die Polizei zu protestieren.

Als gegen die Ordnungshüter Knallkörper und Flaschen flogen, musste die Polizei mit Tränengas durchgreifen. Viele Angreifer trugen Gasschutzmasken. Sie riefen Parolen wie „Polizisten sind Mörder“ und „Polizisten sind keine Verteidiger“ aus. Die gewaltigen Proteste der Einwohner des 19. Arrondissement in Paris waren ausgebrochen, nachdem die Polizei einen 50-jährigen Chinesen erschossen hatte. Eine Polizeipatrouille wurde wegen häuslicher Gewalt gerufen. Die Beamten hörten in der Wohnung Hilferufe und brachen die Tür auf. Der mutmaßliche Täter verletzte angeblich einen der beiden Beamten mit einer Schere. Sein Kollege eröffnete das Feuer und schoss den Chinesen tödlich an. Der Polizei zufolge hätte der Ordnungshüter aus Notwehr gehandelt. Die Familie des Opfers bestritt das.