Sergei Lawrow: Russland wird Donbass-Bewohner nicht im Stich lassen

Sergei Lawrow: Russland wird Donbass-Bewohner nicht im Stich lassen
Sergei Lawrow: Russland wird Donbass-Bewohner nicht im Stich lassen
Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat am Dienstag erklärt, dass Russland die Bewohner des Donbass nicht im Stich lassen wird. Russland sei ihm zufolge daran interessiert, "wohlsituierte und gedeihende" Nachbarn zu haben. „Russland ist ein friedlicher Staat. Wir haben keine territorialen Ansprüche gegenüber unseren Nachbarn“, sagte Lawrow in einem Interview mit der Zeitung Argumenty i fakty.

Die Bemühungen Russlands seien darauf gerichtet, keine neue „Gewaltspirale“ im Südosten der Ukraine zuzulassen. „Wir werden unsere Anstrengungen auch weiter darauf richten, die „heißen Köpfe“ in Kiew keine neue Spirale der Gewalt in Gang setzen zu lassen. Jedenfalls werden wir die Donbass-Bewohner nicht im Stich lassen“, so Lawrow.

Im Zeitraum vom April 2014 bis zum 12. März 2017 hat der bewaffnete Konflikt im Donbass 9.940 Menschenleben gefordert, weitere 23.450 Personen sind mit Verletzungen davongekommen. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Vereinten Nationen Mitte März vorgelegt haben. Die Opfer seien ukrainische Militärangehörige sowie die Zivilbevölkerung, heißt es ferner.

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Weitere Opfer, unter anderem auch durch Umweltschäden großen Ausmaßes, werden befürchtet. Am 11. März hat der UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte und Gefährliche Stoffe, Baskut Tuncak, vor einer chemischen Katastrophe im Osten der Ukraine gewarnt. Dem UN-Beamten zufolge könnten die Kriegshandlungen im Donbass dazu führen, dass gefährliche Chemikalien in die Umwelt gelangen und die Gesundheit der örtlichen Bevölkerung gefährden. Im Konfliktgebiet liegen große Chemie-Werke und Wasserfilterstationen. In ihrer unmittelbaren Nähe kommt es oft zu Gefechten.

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