Start der UN-Verhandlungen über Atomwaffenverbot - ohne neun Atommächte

Start der UN-Verhandlungen über Atomwaffenverbot  - ohne neun Atommächte
Start der UN-Verhandlungen über Atomwaffenverbot - ohne neun Atommächte
Am Montag starten in New York UN-Verhandlungen über ein Verbot von Nuklearwaffen. Daran nehmen 123 der 193 UN-Mitgliedstaaten teil. Die Ständige Vertreterin der USA bei den UN, Nikki Haley, hat vor Beginn der Veranstaltung bemerkt, dass dabei fast 40 Länder fehlen werden, darunter die USA, Großbritannien, Frankreich und Russland.

Die USA haben im Gegenteil sogar vor, ihr Atompotenzial noch zu steigern. Das erklärte der Präsident des Landes Donald Trump vor einem Monat in einem Interview für die Nachrichtenagentur Reuters. Der Politiker begründete sein Vorhaben damit, dass die USA auf dem Gebiet der Atomwaffen zurückgefallen seien. Darüber hinaus warf Donald Trump Moskau vor, durch die Stationierung von Marschflugkörpern den INF-Vertrag aus dem Jahr 1987 verletzt zu haben.

Die ZEIT-Mitarbeiter Peter Dausend und Michael Thumann suggerieren, eine atomare Aufrüstung Deutschlands ist unumgänglich, um den Frieden in Europa zu sichern.

"Es wäre wunderbar, es wäre ein Traum, wenn kein Staat Atomwaffen hätte. Aber solange Staaten Atomwaffen haben, werden wir im Rudel ganz oben stehen", teilte der US-Präsident gegenüber Reuters mit. Donald Trump zufolge sei das mit Russland im Jahr 2010 geschlossene New-START-Abkommen für die USA "ein weiteres schlechtes Geschäft" gewesen. "Wir werden damit anfangen, gute Geschäfte abzuschließen", versicherte der Milliardär.

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