Kiew stellt Bedingungen für Moskaus Teilnahme an Eurovision Song Contest

Kiew stellt Bedingungen für Moskaus Teilnahme an Eurovision Song Contest
Kiew stellt Bedingungen für Moskaus Teilnahme an Eurovision Song Contest
Im Streit um die Teilnahme Russlands an dem Eurovision Song Contest (ESC) sehen die ukrainischen Behörden nur noch einen Ausweg. Und zwar: Moskau soll Julia Samoilowa durch eine andere Person ersetzen, die nicht gegen das ukrainische Recht verstoßen hat. Der ukrainische Vizepremier Wjatschslaw Kirilenko hat im Gespräch mit einem einheimischen Radiosender seine Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass Russland diese Bedingung annehmen wird. Dann wäre das Problem sehr schnell gelöst.

Gleichzeitig bezeichnete der Politiker den Skandal um den Liederwettbewerb als eine bewusste Provokation Russlands. Sie sei nur ein kleines Glied in einer langen Kette von Handlungen, die gegen sein Land gerichtet seien, meinte der Politiker. Zuvor hatte der ukrainische Sicherheitsdienst SBU ein dreijähriges Einreiseverbot gegen die vorgesehene russische ESC-Teilnehmerin Julia Samoilowa verhängt. Der SBU begründete das Einreiseverbot damit, dass die Sängerin 2015 ohne Erlaubnis auf die Krim gereist und dort auf einem Konzert aufgetreten sei. Ein Sprecher des russischen Außenministeriums nannte die Entscheidung „zynisch“ und „unmenschlich“. Die russische Seite schloss aus, einen Ersatzkandidaten oder eine Ersatzkandidatin für die Sängerin zu nominieren.

Der russische Teilnehmer Sergej Lasarew während der Proben zum Finale des 61. internationalen Wettbewerbs European Song Contest am 13. Mai 2016 in Stockholm.

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