Huthi-Gericht verurteilt Jemens Staatschef zur Todesstrafe

Huthi-Gericht verurteilt Jemens Staatschef zur Todesstrafe
Huthi-Gericht verurteilt Jemens Staatschef zur Todesstrafe
Ein Gericht der schiitischen Bewegung Ansar Allah, die momentan die jemenitische Hauptstaat Sanaa kontrolliert, hat den Staatschef Abed Rabbo Mansur Hadi zur Todesstrafe verurteilt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters wurde der jemenitische Präsident wegen Hochverrats und Beihilfe für den „Aggressor“ Saudi-Arabien und dessen Verbündete angeklagt. Die höchste Strafe bekamen neben Abed Rabbo Mansur Hadi sechs weitere Beamte seiner Administration.

Der bewaffnete Konflikt zwischen der jemenitischen Führung und den Huthi-Rebellen aus der schiitischen Bewegung Ansar Allah dauert seit August 2014 an. Die Aufständischen und Teile des Militärs unterstützen den ehemaligen Staatschef, Ali Abdullah Salih, während die Armee und andere Milizen für den aktuellen Staatschef, Abed Rabbo Mansur Hadi, kämpfen. Seit 2015 fliegt Saudi-Arabien Luftangriffe gegen die Huthi-Rebellen, die den Norden des Jemen und die Hauptstadt Sanaa kontrollieren. Laut jüngsten UN-Angaben sollen dem bewaffneten Konflikt fast 5.000 Zivilisten zum Opfer gefallen sein.

Eine Sympathisantin der Huthi-Rebellen mit einer RPG-Waffe; Sanaa, Jemen, 6. September 2016.