„Ihr werdet keine Ruhe haben“: Erdogan will seine Nazi-Vergleiche gegenüber Europa nicht mildern

„Ihr werdet keine Ruhe haben“: Erdogan will seine Nazi-Vergleiche gegenüber Europa nicht mildern
„Ihr werdet keine Ruhe haben“: Erdogan will seine Nazi-Vergleiche gegenüber Europa nicht mildern
Bei einer Kundgebung in der türkischen Stadt Denizli hat der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan versichert, dass er in seinen Nazi-Vorwürfen an die EU nach wie vor kein Blatt vor den Mund nehmen wird. „Wenn man ihnen das Wort ‚Nazismus‘ sagt, machen sie sich Sorgen. Ihr werdet keine Ruhe haben. Solange ihr Erdogan einen Diktator nennt, redet er euch auch mit ‚Faschist‘ und ‚Nazi‘ an“, ließ er verlauten.

Zuvor hatte der türkische Präsident erneut gegen Europa ausgeteilt. Während einer Rede am Sonntag in Istanbul erklärte er, dass Europas „Maskenball vorbei ist“. Er warf den Niederlanden und Deutschland erneut Nazi-Methoden vor und sprach dabei Bundeskanzlerin Merkel direkt an. „Sie würden wieder Gaskammern und Konzentrationslager auf die Tagesordnung setzen, wenn sie sich nicht so schämen würden“, so Erdogan, der bei dem Auftritt erneut für ein Präsidialsystem in der Türkei warb.

Der türkische Staatspräsident warf Deutschland vor, eine europaweite Kampagne gegen sein Land zu organisieren.

Ergogan erklärte, dass Europa ganz offen gegen die Türkei sei und „ihren Hass, ihren Groll, ihre Galle gegen unser Land, unser Volk, sogar gegen alle Muslime, jeden Tag auf Fernsehbildschirmen und in Zeitungs-Schlagzeilen versprühen“. Erdogan möchte in der Türkei ein Präsidialsystem einführen. Am 16. April werden die Türken über dieses in einem Verfassungsreferendum abstimmen.